Darum ist es unbezahlbar: „Ich benutze es ständig. Für mich ist es die perfekte Alternative zum öffentlichen Nahverkehr, denn ich bin flexibel, erlebe viel und bekomme mehr von der Stadt zu sehen. Gleichzeitig ist dieses Bike ein richtig geiles Sportgerät, weil ich große Entfernungen durch eigene Muskelkraft zurücklegen kann. Es ist für Triathlon ausgerichtet und aus Carbon. Dadurch kann ich mit 50 km/h durch die Gegend brettern, während die Landschaft an mir vorüberzieht.“

So ist er rangekommen: „Das war ein Spontankauf, das Rad war einfach wie für mich gemacht. Trek 5000 heisst das Vieh, was ich für gerade mal 550 Euro im Laden gesehen habe, bei einem Neupreis von 2000 Euro. Als Sportrad muss es ja auch passen: Die Länge der Querstange und die Größe des Rahmens müssen so sein, dass du trotzdem gemütlich sitzt, wenn du abgehst.“

Bisschen dran herumschrauben und ab nach Neapel: „Ich bin mit dem Fahrrad im Juli von Friedrichshafen bis nach Neapel gefahren, das war eine Strecke von knapp 1200 Kilometern. In den zwei Wochen waren wir an zehn Tagen unterwegs, haben jeweils so sieben, acht Stunden richtig durchgezogen. Wir haben die Alpen überquert und die Apenninen, das war hart – aber wir haben es gepackt. Dafür mussten wir aber an unsere körperlichen Grenzen gehen.

In der Vorbereitung haben wir richtig gute Mäntel für die Reifen gekauft, damit wir keinen Platten bekommen und ein gutes Profil haben. Das hat sich bewährt. Die Pedale haben wir auch nachgerüstet: Auf der einen Seite mit Klick für die Schuhe, auf der anderen Seite normal, dann brauchst du nicht zu wechseln. Nach der Reise brauchte ich ein neues Lenkerband, weil es auch wegen der Hitze total abgenutzt war.“

Höher, besser, weiter: „Ich will im Frühjahr nächsten Jahres von Berlin bis nach Moskau. 400 Euro stecken für Nachbesserung und Anpassungen in dem Teil, was ich jetzt seit zwei Jahren habe. Kaputt gegangen ist nix – das ist top Qualität, das hält auch in Russland.“