Dazu verpflichtet die Verschwiegenheitsklausel

Schon der antike Mediziner Hippokrates hat die Schweigepflicht für den Beruf des Mediziners vorgegeben. Aber du musst nicht zwingend den hippokratischen Eid abgelegt haben, um dich zum Klappehalten zu verpflichten.

Auch in vielen anderen Berufen bindet eine Verschwiegenheitspflicht dich daran, bestimmte dir anvertraute oder dir bekannte Geheimnisse nicht weiterzusagen. Das heißt, ob dein Chef – in dem Fall der Geheimnisherr – dir das Geheimnis mit feuchtem Atem ins Ohr gehaucht hat, oder ob du auf dem Weg zur Toilette zufällig ein vertrauliches Gespräch überhört hast: Die Schweigeklausel legt dich rechtlich darauf fest, Stille zu bewahren.

Denn du läufst also Gefahr, dich strafbar zu machen, wenn du berufliche Geheimnisse weitergibst. Dafür musst du auch kein CIA-Agent sein, der die Kombination für Trumps Atom-Koffer im Insta-Livestream rausblökt.

Geld- und Haftstrafen drohen

Es reicht, wenn du trotz Verschwiegenheitspflicht persönliche Daten, also zum Beispiel Namen oder Adressen, herausgibst. Ähnlich heikel verhält es sich natürlich mit vertraglichen oder geschäftlichen Inhalten. Nach § 203 des Strafgesetzbuchs drohen dir dann entweder eine Geld- oder sogar Haftstrafe von bis zu einem Jahr.

Ganz generell solltest du dir also angewöhnen, betriebliche Geheimnisse auch als solche zu behandeln. Was auf dem Schulhof galt, ist immer noch die Regel! Bevor du also eine Reihe von Selfies aus dem Büro in den Feed deiner Bekannten feuerst – check besser vorher, ob irgendwelche geheimen Personen oder Papiere darauf zu sehen sind!

5 Berufe mit Schweigepflicht