Altersvorsorge-Update: Warum sich der Einstieg in das neue Depot auch für Spätentschlossene auszahlen kann
Die Einführung des Altersvorsorgedepots Anfang 2027 markiert eine Zäsur für die private Vorsorge in Deutschland. Entgegen der weitverbreiteten Meinung richtet sich das Modell nicht nur an junge Zielgruppen. Tatsächlich kann das neue System auch für reifere Personen attraktive Anreize bieten.
Der Grund: Staatliche Zulagen und steuerliche Vorteile können einen Push für die Rendite bringen.
„Fortgeschrittenes Lebensalter ist kein Hindernis für einen Neustart bei der Geldanlage“, erklärt Svenja Weith. „Selbst bei einer verbleibenden Ansparzeit von zehn bis fünfzehn Jahren erzielen Sparer allein durch die staatliche Förderung schon eine gewisse Rendite auf ihr aus eigener Tasche eingezahltes Kapital, selbst wenn die Kurse am Aktienmarkt beispielsweise nur seitwärts laufen.“
Sie empfiehlt vier strategische Schritte für die Generation 50plus:
1. Kassensturz und Bestandsaufnahme
Vor jedem Neuabschluss steht eine ehrliche Analyse der vorhandenen Werte. Immobilien, Lebensversicherungen und bestehende Depots bilden das Fundament. „Ein klarer Blick auf die aktuelle Vermögensstruktur ist entscheidend, um eine Lücke zum gewünschten Lebensstandard im Alter zu identifizieren“, so Weith. Das neue Depot dient hierbei als wichtiger Baustein, um brachliegendes Kapital durch Zulagen zu aktivieren.
2. Ziele konkretisieren: Mehr als nur die eigene Rente
Finanzplanung im mittleren Alter ist oft ein Projekt, das verschiedene Aspekte einbezieht. Neben der eigenen Absicherung spielen Ziele wie die Ausbildung der Kinder, der Führerschein für das Patenkind oder der ersehnte Alterswohnsitz eine zentrale Rolle. Jedes dieser Vorhaben benötigt Geld zu einem anderen Zeitpunkt. Das Altersvorsorge-Depot ist darauf ausgelegt, nach Möglichekeit langfristig zu wachsen. Spontane Wünsche sollten über anderweitige Rücklagen abgedeckt bleiben, die sofort verfügbar sind. Diese klare Trennung hilft, das Vorsorgekapital nicht vorzeitig angreifen zu müssen.

3. Chancen und Risiken gut austarieren
Ein kürzerer Zeitraum bis zur Rente erfordert eine andere Strategie als bei Berufsstartern. „Niemand sollte auf der Zielgeraden seines Erwerbslebens alles auf eine Karte setzen“, betont Svenja Weith. Der Gesetzentwurf sieht neben reinen Aktien-Depots auch Garantieprodukte vor, die den Erhalt der Beiträge zu 80 oder 100 Prozent sichern. Zudem erlaubt das neue Modell, innerhalb des Depots steuerfrei in defensivere Anlagen wie Staatsanleihen umzuschichten, je näher der Auszahlungszeitpunkt rückt.
4. Den Ausstieg rechtzeitig planen
Vermögensaufbau ist nur die halbe Miete; die geplante Entnahme entscheidet über die Lebensqualität im Ruhestand. „Finanzielle Freiheit bedeutet, zum richtigen Zeitpunkt flüssig zu sein, ohne bei einem Börsentief verkaufen zu müssen“, erläutert Weith. Durch Verzicht auf die Abgeltungsteuer bei Umschichtungen innerhalb des Altersvorsorgedepots können Anleger ihr Portfolio schrittweise wetterfest machen, sobald der Ruhestand in greifbare Nähe rückt.
Keine Förderung verschenken
Nichtstun bleibt trotz der kürzeren Restlaufzeit die riskanteste Option. Zehn Jahre Zinseszins können in Kombination mit den staatlichen Zulagen oft einen Unterschied von meheren Tausend Euro im Depot aus.
Ein Beispiel: Ab 2027 zahlt ein 55-jähriger Sparer monatlich 150 Euro ein. Zusammen mit der vollen Grundzulage fließen so jährlich 2.340 Euro in sein Depot. Bei einer mittleren jährlichen Rendite von sechs Prozent wächst sein Polster in nur einem Jahrzehnt auf über 32.000 Euro an.
Gut zu wissen: Auch wenn zum Start des neuen geförderten Vorsorgesystems mit einem massiven Ansturm auf die Depoteröffnungen zu rechnen ist, besteht kein Anlass zur Sorge, die Förderung vielleicht zu verpassen, wenn man nicht direkt bereits im Januar 2027 aktiv wird. Auch wer zum Beispiel erst im Herbst eine Einmaleinzahlung der maximal förderfähigen Summe vornimmt, bekommt die volle Zulage fürs komplette Jahr. Die wird nämlich rückwirkend fürs Vorjahr beantragt. Sie kann sogar noch 2029 für das Jahr
2027 beantragt werden.
Weitere Informationen zur Altersvorsorge bei der Consorsbank finden sich hier.
Hinweis: diese Pressemitteilung stellt keine Anlageberatung dar. Bitte informiert euch vor einer Geldanlage über die Risiken und beachtet unsere Hinweise hier.
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