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Finger weg

Die 5 Produkte mit dem schlechtesten Preis-Leistungs-Verhältnis ever

von Nils Matthiesen

Manchmal bekommst du für dein Geld hohe Qualität und eine gute Leistung. Manchmal aber auch nicht. ZASTER zeigt dir fünf Produkte, auf die letzteres zutrifft. Und nennt Alternativen.

Hersteller und Händler wollen Geld verdienen – das ist ihr gutes Recht. Und wenn Kund*innen bereit sind, einen Aufpreis zu zahlen, warum nicht das Geld nehmen? Merkt ja erstmal niemand, wie viel oder wenig Herstellung und Vermarktung des Produkts kosten. Der Leidtragende bist du. ZASTER verrät dir, welche fünf Produkte ihr Geld nicht Wert sind. Und auf welche Alternativen du ausweichen kannst.

1
Druckertinte

Tintenstrahldrucker kosten wenig, Nachfüllpatronen hingegen erstaunlich viel. Die Preise von Original-Tintenpatronen können im Einzelfall sogar den Kaufpreis des Druckers toppen. Der Grund: Die Hersteller subventionieren den Verkaufspreis, um dann als Konsequenz mit den Patronen ordentlich Gewinn zu machen. Kaum zu glauben: Druckertinte zählt zu den teuersten Flüssigkeiten überhaupt. Eine Druckerpatrone mit einer Füllmenge von gerade einmal sieben Millilitern kostet oft 12 Euro. Auf einen Liter hochgerechnet wären das mehr als 1.700 Euro. Alternative: Druckerpatronen von Fremdanbietern. Diese sind in der Regel viel günstiger und können laut Stiftung Warentest (Ausgabe 08/2018) in Sachen Druckqualität meist erstaunlich gut mit den Original-Patronen mithalten.

2
Wasser in Flaschen

Zwar kostet ein Sixpack Wasser beim Discounter nicht die Welt, aber im Gegensatz zu Leitungswasser ist es immer noch extrem teuer. Ein Liter Leitungswasser kostet in Deutschland dagegen im Schnitt nur 0,2 Cent, Mineralwasser aus dem Supermarkt dagegen zwischen 19 und 50 Cent pro Liter. Für nur einen Euro bekommst du also rund 500 Liter Leitungswasser aber nur zwei bis fünf Flaschen Mineralwasser. Darüber hinaus ist Leitungswasser in vielen Gegenden sogar gesünder als Mineralwasser, wie die Stiftung Warentest festgestellt hat. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Leitungswasser umweltfreundlicher ist als seine Schwester aus der Plastikflasche.

3
Markenpharmazeutika

Mit Medikamenten wird dickes Geld gemacht. Aber es muss nicht unbedingt die Aspirin von Bayer sein. Nachahmerpräparate enthalten dieselben Wirkstoffe. Wenn Du also Geld sparen möchtest, entscheide dich für günstigeren Generika und erspare dir Kopfschmerzen. Gleiches gilt für viele Putzmittel, Hygieneartikel und Lebensmittel. Die Marken sind oft nur teurer, weil die Werbeausgaben so hoch sind. Beispiel Medikamente: 100 Tabletten ASS Ratiopharm kosten etwa 5,89 Euro, 80 Tabletten Aspirin dagegen 13,89 Euro (Quelle: docmorris.de).

4
Starbucks-Kaffee

Frappuccino Caramel, White Chocolate Mocha oder Chai Tea Latte: Die Kaffeehaus-Kette Starbucks ist weltweit für seine leckeren (und teuren) Kaffeegetränke bekannt. Selbst ein einfacher Filterkaffee kostet schon knapp 2,50 Euro. Ausgefallenere Varianten sogar mehr als fünf Euro. Wie wäre es mit diesem Gedankenanstoß: Bei Amazon.de bekommst du 1,2 Kilogramm echten Starbucks-Kaffee für rund 26 Euro, der für 150 Tassen reicht. In einer Starbucks-Filiale würdest du für die gleiche Menge 367,50 Euro auf den Tisch legen.

5
Technik-Zubehör von Markenherstellern

Bei den Zubehörpreisen bittet Apple seine Kund*innen, tief in die Tasche zu greifen. Das Unternehmen verlangt für ein Lightning-Kabel 20 Euro und für eine Silikon-Schutzhülle 45 Euro. Tatsächlich spielt es keine Rolle, ob du ein Original-Ladekabel von Apple oder eine wenige Euro kostende Alternative von einem Dritthersteller kaufst. Das hat jüngst Der Spiegel untersucht und kam zu dem Schluss: „Die Unterschiede in der Verarbeitung der getesteten Lightning-Kabel für Apples Mobilgeräte waren nicht sehr groß, die Preisspanne schon.“

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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