Windows 98 sollte im Jahr 1998 zeigen, wie man den PC häufig noch bis heute nutzt: als vernetztes Anzeigegerät für Inhalte aus dem Internet. Erstmals war der Internet Explorer in der Version 4.0 mit an Bord. Das Programm ermöglichte nicht nur, im Web zu surfen, sondern schuf auch eine Desktop-Erweiterung, mit der man, hört! hört!, eine HTML-Seite als Bildschirmhintergrund einstellen konnte. Mit dem Internet Explorer gewann Microsoft letztlich den Browser-„Krieg“ gegen den Netscape Navigator. Sie wissen schon, dieser überaus attraktive, graue Kasten.

Die Software kostete damals stolze 189 beziehungsweise 205 Euro – zum Vergleich: Das heutige Windows 10 bekommt man für unter 20 Euro. Auch auf Ebay wird Windows 98 nach wie vor gehandelt. Die Datenträger werden teilweise für 25 bis 35 Euro angeboten, in der Version als „Second Edition“ sogar für 69 Euro. Ebenso wichtig wie die Software ist dabei der 25-stellige Installationsschlüssel. Wehe, wenn man sich da vertippt!

Auch wenn die Software mittlerweile völlig veraltet ist, gibt es immer noch Enthusisasten, die darauf schwören. Sie loben vor allem die einfache Bedienung, die sie für einfacher halten als im heutigen Windows. Erst vor Kurzem bastelte sich ein Nerd einen Windows-98-PC, nur um zu zeigen, was darauf geht.