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Erfrischung

Was kostet eigentlich ein Swimming Pool?

von Nils Matthiesen

Wie cool wäre ein eigener Pool... Angesichts der zunehmend heißen Sommer ist die Idee verlockend. Aber was kostet eigentlich das Vergnügen?

Ob sich ein Pool lohnt? Das würde bei den aktuellen Temperaturen wahrscheinlich die absolute Mehrheit bejahen. Aber jetzt einmal ganz rational betrachtet: Ist ein Pool wirklich sinnvoll? Und was kostet der Spaß? ZASTER hält mal einen Fuß ins Wasser der Möglichkeiten.

Sommer immer heißer

Ganz grundlegend: Ein Pool ist eine großartige Ergänzung für jedes Haus in warmen Gefilden. Aber trifft das für Deutschland zu? Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigen, dass die Sommer hierzulande in allen Regionen und in allen Höhenlagen tatsächlich deutlich heißer geworden sind. Was früher ein extrem heißer Sommer war, ist heute normal. Selbst die kühlsten Sommer der letzten 25 Jahre blieben meist deutlich über dem langjährigen Durchschnitt vor 1990. Das ändert aber nichts daran, dass ein deutscher Pool trotzdem die meiste Zeit des Jahres kaum nutzbar ist (solange er nicht beheizt wird).

Pools kosten ein kleines Vermögen

Was ebenfalls nicht unter den Teppich gekehrt werden darf: Ein Pool ist absoluter Luxus. Die konkreten Kosten hängen in erster Linie von der Größe und der Tiefe des Pools ab. Standard sind 8 mal 4 Meter und zwischen 1,2 und 1,5 Meter Tiefe. Allein für das Ausheben des Erdreichs und die Vorbereitungsarbeiten fallen in der Regel schon mehrere Tausende Euro an, dazu kommt noch das Becken. Für ein fest installiertes Folienbecken musst du zwischen weiteren 10.000 bis 15.000 Euro rechnen. Damit nicht genug: Denn dazu kommen noch Kosten für Zubehör wie die Technik, Abdeckung und gegebenenfalls Extras wie Sprungbrett und Heizung. Unterm Strich solltest du also mindestens mit 20.000 Euro rechnen – und selbst das stellt dann eher die Sparvariante dar.

Pool: Laufende Kosten nicht vergessen

Du bist noch interessiert? Dann darfst du die laufenden Kosten nicht vergessen. Schließlich muss ein Pool stets sauber gehalten werden, diese Aufgabe erledigen Chemie und Filtersysteme. Faktoren wie Standort und Klima spielen hier eine wesentliche Rolle. Summa summarum kostet der Betrieb selbst eines kleinen Pools zwischen 300 und 1.000 Euro pro Jahr. Wartungs- und Reparaturarbeiten und eventuell anfallende Heiz- und Stromkosten sind hierbei noch nicht eingerechnet.

Erhöht ein Pool den Immobilienwert?

Ein Pool kann, muss aber nicht den Wert deiner Immobilie erhöhen. Es gibt keine Garantie, dass du die Investition zurückbekommst, wenn du dein Haus verkaufen solltest. Denn nicht jeder will einen Pool haben, insbesondere Familie mit sehr kleinen Kindern. Andere ziehen einen großen Rasen anstelle eines Pools vor. Dazu kommen andere Faktoren, wie Zustand und Art des Pools, die potenzielle Käufer abschrecken könnten. Kurzum: Betrachte einen Pool nicht als Investition.

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Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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