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WELTFRAUENTAG

10 wichtige Meilensteine der Frauenrechte in Deutschland

von Isabella Müller-Reinhardt

Morgen ist Weltfrauentag und ZASTER-Kolumnistin Isabella Müller-Reinhardt zeigt, welche wichtigen Frauenrechte über die Jahrzehnte errungen werden konnten.

Am 8. März ist Weltfrauentag.

Ich finde zwar, wir haben uns diesen Tag mindestens 365 Mal im Jahr verdient. Aber bis das auch der letzte Mann kapiert hat, dürfte es noch etwas dauern. Bis dahin freuen wir Frauen uns also, zumindest einmal im Jahr im Mittelpunkt stehen zu dürfen. Mit all unseren Wünschen, Sorgen, Nöten und Forderungen.

Allein die Tatsache, dass Frauen in Deutschland noch immer etwa 20 Prozent weniger verdienen als Männer, zeigt, wie weit der Weg zu Gleichberechtigung und Gleichbehandlung noch ist.

Aber hey, immerhin dürfen Frauen seit 1977 in Deutschland die Scheidung einreichen...

Hier noch weitere Fakten, die sprachlos machen:

1
1900

Ab diesem Jahr durften Frauen an zwei deutschen Universitäten (Freiburg und Heidelberg) erstmals studieren.

2
1923

Die ersten Frauen in Deutschland durften als Polizistinnen arbeiten. Allerdings nur neun und auch nur in Köln! Und ihr Einsatzgebiet beschränkte sich auf Jugendliche und gefährdete Prostituierte.

3
1951

Bis zu diesem Jahr gab es das sogenannte Lehrerinnen-Zölibat. Lehrerinnen durften nicht heiraten. Haben sie es doch getan war nicht nur der Job, sondern auch die bis dahin angesammelte Altersvorsorge futsch.

4
1958

Bis 1958 durften Frauen in Deutschland nur mit Zustimmung des Ehemannes oder Vaters einen Führerschein erwerben.

5
1962

Ab diesem Jahr durften Frauen erstmalig ein eigenes Bankkonto eröffnen.

6
1969

Es sollte weitere sieben Jahre dauern, bis eine verheiratete Frau als geschäftsfähig angesehen wurde.

7
1977

Seit Juli 1977 dürfen Frauen ohne Erlaubnis ihres Ehemannes arbeiten gehen. Auch müssen sie seither nicht mehr für umme im Geschäft ihres Mannes mitarbeiten, sondern dürfen ein Gehalt einfordern.

8
1991

Seit Anfang der 90er-Jahre hat das Bundesministerium für Frauen und Jugend ein eigenes Ressort.

9
1992

Aus sittlichen und gesundheitlichen Gründen durften Frauen bis 1992 nicht zwischen 20 Uhr abends und 6 Uhr morgens arbeiten.

10
1994

Erst ab 1994 mussten sich Stellenausschreibungen, durch den Zusatz „(m/w)“ sowohl an Männer als auch an Frauen richten.

Ich habe übrigens von Frauen gelesen, die sich ob des Weltfrauentages diskriminiert fühlen. Oder wegen der Frauenparkplätze. Allen kann Frau es also nie recht machen!

Dennoch: Happy Weltfrauentag!

ein Artikel von
Isabella Müller-Reinhardt
Isabella Müller-Reinhardt
Die in Madrid aufgewachsene Münchnerin arbeitet seit mittlerweile mehr als zwanzig Jahren als Sportmoderatorin für verschiedene deutsche und englische Fernsehsender. Zu den Stationen Müller-Reinhardts zählen unter anderem ARD, ITV, Sport1, Sky und Arena. Zudem plaudert sie in einem Podcast über „Weiberkram“, schreibt diverse Sportkolumnen und hat mit "Mensch Trainer" im Sommer 2020 ihr erstes Buch veröffentlicht.

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