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Fortnite, every night

Warum Fortnite eines der erfolgreichsten Games aller Zeiten ist

von Moritz Weinstock

Mit über 250 Millionen registrierten Nutzern und einer aktiven Spielerzahl von über zehn Millionen Menschen zählt Fortnite zu den erfolgreichsten Spielen aller Zeiten.

Fortnite wurde im Juli 2017 von Epic Games auf den Markt gebracht und zählt heute bereits zu den größten und erfolgreichsten Games aller Zeiten. Spielmodi wie der kostenlose Fortnite Battle Royale, ein riesiges Schlachtfeld, auf dem sich bis zu 100 Spieler in Teams oder als Einzelkämpfer online gegeneinander messen, oder Events wie das Ende der letzten Saison, ziehen Fans und Spieler zusätzlich in den Bann des bunten Koop-Survival-Spiels.

Das hat weitreichende Folgen. Weltweit sind mehr als 250 Millionen Spieler plattformübergreifend registriert. Als vor wenigen Tagen mit „The End“ das Ende des ersten Kapitels verkündet wurde, waren laut The Verge rund sieben Millionen Spieler und Zuschauer auf Plattformen wie Twitch, YouTube und Twitter live mit dabei. Statt die Server für das Update auf die neuste Spielversion ganz vom Netz zu nehmen, haben die Entwickler ein Event von gigantischer Größenordnung daraus gemacht. Die alte Spielwelt implodierte, Nutzer und ihre Avatare wurden handlungsunfähig und ein Schwarzes Loch sog alles in sich auf. Was von der bunten Fortnite-Welt übrig blieb, war lediglich ein schwarzer Bildschirm mit einem geheimnisvoll leuchtenden Kreis, der die Spieler für die nächsten Tage munkeln ließ.

Kostenlos und dennoch gewinnbringend

Das Ende des ersten Kapitels wurde so zu einem medialen Megaevent, das dem Spiel noch mehr Aufmerksamkeit sicherte. Aber auch andere Veranstaltungen haben Fortnite in der Vergangenheit immer wieder neuen Boost gegeben. 2018 wurde beispielsweise ein Spiel mit dem Profi-Gamer Tyler "Ninja" Blevins und dem Rapper Drake live gestreamt und bis heute mehr als acht Millionen Mal geklickt. Für Epic Games, den 1991 gegründeten Software-und Spielproduzenten hinter Fortnite, bedeuten all diese Zahlen astronomische Gewinnentwicklungen. Laut TechCrunch konnte das Unternehmen 2018 rund drei Milliarden US-Dollar Gewinn einfahren und den Gesamtwert der Firma auf über 15 Milliarden US-Dollar steigern. Das ist insofern beachtlich, als dass Fortnite kostenlos downloadbar und spielbar ist. Allerdings verdient Epic Games an zahlreichen In-Game-Käufen sowie anderen Spieltiteln, wie zum Beispiel Borderlands, Red Dead Redemption oder Assassin's Creed.

Zurück, aber geschwächt

Seit wenigen Tagen können Fortnite-Fans endlich wieder zocken, denn das Schwarze Loch ist weg und Chapter 2 ist online. Ob die neue Version an den Erfolg des ersten Kapitels anschließen kann, wird sich zeigen. Schon jetzt gibt es erste Kritik aus der Community, wie Golem berichtet. Der Levelaufstieg würde wesentlich langatmiger als im ersten Kapitel ausfallen. Und überhaupt: Die fetten Jahre von Fortnite scheinen sich dem Ende zuzuneigen. Einerseits, weil die Konkurrenz nicht schläft und ebenfalls starke Multiplayer-Games (z.B. World of Warcraft Classic, Borderlands 3 etc.) auf den Markt gebracht hat. Andererseits seien die Ausgaben für Konsolen und Gamingcomputer laut einer Datenerhebung von Superdata im September 2019 allein in den USA um rund 22 Prozent auf rund 240 Millionen US-Dollar zurückgegangen. Auch das hat Auswirkungen auf Fortnite. Im September 2019 sei der Umsatz so schwach gewesen, wie zuletzt im November 2017.

Fazit

Sorgen musst du dir dennoch keine machen, denn Multiplayer-Rollenspiele sind noch immer sehr beliebt. Fortnite hat es beispielsweise in seiner kurzen Geschichte von gerade einmal knapp drei Jahren zu einem der meistgespielten und gestreamten Spiele überhaupt geschafft. Laut der Streamingplattform Twitch beläuft sich die Zahl der aktiv mitverfolgten Spielstunden bei Fortnite im Oktober 2019 auf 68.674.361 Stunden. Zum Vergleich: League of Legends liegt mit 102.686.302 Stunden zwar deutlich drüber, allerdings gibt es das Spiel auch schon seit 2009.

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Moritz Weinstock
Moritz Weinstock
Moritz hat Kommunikationswissenschaften in Wien studiert und seine Leidenschaft fürs Schreiben mit nach Berlin gebracht. Nach lehrreichen Jahren als Redakteur bei einem Motorradmagazin, ist er nun als Channel-Editor für ZASTER tätig. Sein Zugang zur Wirtschaftswelt: er lebt auf zehn Quadratmetern und spart, was das Zeug hält.

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