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MITTAGSBRIEFING

E-Auto-Prämien häufig nicht genehmigt, Mehr Deutsche ohne Krankenversicherung, Fortnite nicht mehr in App-Stores verfügbar

von ZASTER Redaktion

Wir haben für Dich die wichtigsten Verbraucher-News des Tages zusammengefasst. Hier ist unser ZASTER-Mittagsbriefing.

Jeder vierte Antrag: E-Auto-Prämien werden häufig nicht genehmigt

Im Zuge des Corona-Konjunkturpakets wurde die sogenannte Innovationsprämie kräftig erhöht, um den Verkauf von E-Autos anzukurbeln. Durch diese erhöhte Prämie erhalten Käufer eines reinen E-Autos bis Ende 2021 eine Förderung in Höhe von bis zu 9000 Euro. Das Problem? Gerade bei E-Autos sind die Absagen bei Förderanträgen "besonders hoch", wie FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther gegenüber der Frankfurter Allgemeine bestätigte.

Die Bewilligungsquote bei den 235.805 bis Ende Juli gestellten Anträgen liegt aktuell bei 73 Prozent, was im Umkehrschluss zu einer fehlenden Genehmigung der Prämienzahlung bei mehr als jedem vierten Antrag führt. Besonders betroffen sind dabei die Bürger der Bundesländer Berlin und Nordrhein-Westfalen, wo jeweils 76 Prozent der Anträge abgelehnt werden.

143.000 Menschen haben in Deutschland aktuell keine Krankenversicherung
143.000 Menschen haben in Deutschland aktuell keine Krankenversicherung © AOK Presse

Dramatischer Anstieg: Mehr Deutsche ohne Krankenversicherung

Grundsätzlich besteht eine allgemeine Krankenversicherungspflicht in Deutschland, die unabhängig von der jeweiligen Berufs- und Personengruppe gilt. Dieses Gesetz verhinderte jedoch nicht, dass es im Jahre 2015 über 79.000 Betroffene ohne Krankenversicherung gab. Dramatisch: Nach neuen Daten des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl auf 143.000 Menschen gestiegen – ein Anstieg von über 81 Prozent in wenigen Jahren. Politiker wie die Linken-Sozialpolitikerin Sabine Zimmermann, die die diesbezügliche Anfrage an das Statistische Bundesamt stellte, schlagen nun laut Süddeutsche Zeitung Alarm. So fordert Zimmermann die Gewährleistung auf ein Recht auf medizinische Versorgung und schlägt einen Fonds vor, um die Behandlung von Menschen ohne entsprechende Krankenversicherung zu finanzieren.

30 Prozent Provision behalten Apple und Google bei In-App-Käufer in ihren App-Stores ein.
30 Prozent Provision behalten Apple und Google bei In-App-Käufer in ihren App-Stores ein. © Unsplash

Apple und Google schmeißen beliebtes Game "Fortnite" aus den App-Stores

"Fortnite" gehört mit über 350 Millionen aktiven Spielern zu den beliebtesten Games des Planeten. Die aktuelle Situation um das Koop-Survival-Game aus dem Hause Epic Games ist jedoch trotz einer Altersfreigabe von 12 Jahren gewiss kein Kinderspiel. Epic Games führte nämlich in den Apps ein Bezahlsystem ein, die die Abrechnungssysteme von Apple & Google umgingen, was nun zu einer drastischen Reaktion der Internetriesen führte. "Fortnite" wurde nun aus dem App-Store von Apple und dem Google Play Store entfernt. Epic Games reichte umgehend eine 60-seitige Klage ein und weigert sich die 30 Prozent Provision, die Apple und Google normalerweise bei In-App-Käufen einbehalten, zu zahlen. Damit ist das amerikanische Softwareunternehmen nicht allein, denn auch Musikstreaminganbieter Spotify reichte in der Vergangenheit eine sehr ähnliche Beschwerde gegen Apple und Google ein. Damals ging es um die fehlende Möglichkeit von alternativen Bezahlwegen in den App-Stores, die an die EU-Komission ging.

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