Egal ob Mietwagenbuchung, Flugbuchung oder Online-Shopping, eine Kreditkarte ist in vielen Fällen immer noch ein Muss. Und auch in Zeiten von Covid-19 sind Kreditkarten praktisch. Fast alle verfügen verfügen über einen NFC-Chip und ermöglichen hierzulande kontaktloses Bezahlen ohne PIN-Eingabe für Einkäufe in Höhe von bis zu 50 Euro. Doch viele Anbieter verlangen saftige Gebühren, sowohl für die Karte selbst auch fürs Abheben und Bezahlen.

Zum Glück gibt es Ausnahmen. Wie das Preisvergleichsportal Verivox ermittelt hat, gibt es empfehlenswerte kostenlose Kreditkarten, die ohne Jahresgebühren und weitere Kosten fürs Bezahlen und Geld abheben auskommen. Dabei ist nicht einmal ein Girokonto bei einer bestimmten Bank erforderlich, du kannst also dein bestehendes Konto für die Abrechnungen der Umsätze hinterlegen.

Kreditkarten sind meist richtig teuer

Für den Vergleich hat Verivox die Preisverzeichnisse von je fünf großen überregionalen Filialbanken, Sparkassen und genossenschaftlichen Kreditinstituten studiert. Das Ergebnis: Für eine Standard-Kreditkarte verlangen die Institute zwischen 25 bis 40 Euro Jahresgebühr – durchschnittlich also 32,06 Euro. Wer du die Karte im Urlaub einsetzt, wird es noch teurer. Für jede Barabhebung berappen die Banken laut Stichprobe Mindestgebühren zwischen 2,75 bis 7,50 Euro. Dazu kommt außerhalb der Eurozone oft noch bis zu 2,5 Prozent Fremdwährungsgebühren dazu.

Diese Gebühr wird in Nicht-Euro-Ländern bei jedem Bezahlvorgang fällig. Einige Banken verlangen überdies einen Aufschlag auf den jeweils aktuellen Wechselkurs. Ein Beispiel: Wenn du am ungarischen Balaton oder an der bulgarischen Schwarzmeerküste Urlaub machst und dort 2x 200 Euro mit der Kreditkarte abhebt, zahlst du dafür zwischen 5 bis 22,20 Euro. Weitere Kartenzahlungen in Höhe von insgesamt 400 Euro schlagen mit Gebühren zwischen 5 bis 15,40 Euro zu Buche. Zusammen mit der Jahresgebühr summieren sich die Kosten bei den untersuchten Banken auf 35 bis 76,40 Euro. Das muss aber nicht sein. Denn bei den günstigsten Gratis-Kreditkarten fallen überhaupt keine Kosten an.

Kosten durch Sollzinsen vermeiden

Allerdings können auch bei den „kostenlosen“ Kreditkarten Kosten entstehen. Und zwar dann, wenn du die über die Kreditkarte abgewickelten Zahlungen nicht pünktlich ausgleichst. Bist du nicht in der Lage, die entstandenen Beträge zum Abrechnungszeitraum vollständig auszugleichen, wirst du mit hohen Sollzinsen bestraft. Damit es nicht soweit kommt, solltest du dich für eine Kreditkarte entscheiden, bei der die fälligen Beträge automatisch am Monatsende per Lastschrift eingezogen werden („Charge“-Karte). Zinsen fallen in diesem Fall nicht an, sofern das Girokonto gedeckt ist. Wenn du die Kreditkarte nur sehr selten nutzt oder deine Einkommensverhältnisse noch nicht so prickelnd sind bieten sich als Alternative sogenannte Prepaid-Kreditkarten an. Das Prinzip dahinter: Du kannst erst zahlen, wenn du sie zuvor mit Geld „aufgeladen“ hast. Vorteile: Volle Kostenkontrolle, keine Verschuldung möglich, kaum Hürden beim Beantragen. Allerdings gibt es Prepaid-Kreditkarten nicht ohne Jahresgebühren.

Die 5 besten Gratis-Kreditkarten