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Achtung Geldvernichtung

Die 5 größten Geldfehler

von Nils Matthiesen

Irren ist menschlich. Gerade im finanziellen Bereich haben Fehler langfristig enorme Auswirkungen. Tappe also nicht in diese Fallen.

Fehler macht jeder – auch finanzielle. Das ist in Ordnung. Allerdings nicht, wenn du weißt, dass es ein Fehler ist und wenn du die gleichen Fehler immer wieder machst. Lerne also aus deinen Fehlern. Wichtig dabei: Fehler sind nicht nur die dummen Sachen, die wir tun, sondern auch die Dinge, die wir nicht tun. Aus diesem Grund können verpasste Chancen genauso schädlich für deine Finanzen sein wie schlechte Entscheidungen. Damit auch du nicht in die größten Fettnäpfchen trittst, hat ZASTER für dich die fünf größten Geldfehler zusammengestellt.

1
Das Kleine über das Große stellen

Auf Details zu achten, ist nicht per se verkehrt. Aber nur dann, wenn der Fokus auf den wichtigen Dingen bleibt. Es gibt Leute, die einen zehn Kilometer Umweg in Kauf nehmen, nur um an der Tankstelle 1,50 zu sparen. Die gleichen Leute investieren aber keine Stunde, um sich auf ihre Gehaltsverhandlung vorzubereiten oder mindestens einmal pro Jahr ihre Sparanlagen unter die Lupe zu nehmen. Richtig ist: 1,50 Euro beim Tanken zu sparen ist super, 2.000 Euro mehr im Jahr zu verdienen oder eine satte Rendite statt Verlust einzufahren ist besser. Wer sich zu sehr auf kleine Spargeschichten konzentriert, droht das große Ganze aus den Augen zu verlieren.

2
Sich für cleverer als andere halten

Du kennst sicher diese Typen, die damit prahlen bestimmte Aktien sehr billig gekauft und dann zum Höchstkurs wieder verkauft zu haben – selbstverständlich mit einem Riesengewinn. Von ihren Verlusten haben sie aber bestimmt noch nie berichtet. Wer erzählt davon schon gerne. Die gab es aber sicher auch. Denn um den Markt zu schlagen, muss du gleich zweimal richtig liegen – beim Kauf und beim Verkauf. Das ist weitaus schwieriger, als es sich anhört. Und es gelingt nur selten. Denn Menschen neigen dazu, finanzielle Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen. Das geht eben oft daneben. Sei also nicht zu gierig und überschätze dich nicht. Eine solide Geldanlage in ETFs oder Fonds auf Basis eines Sparplans ist vielleicht langweilig, langfristig aber in der Regel die erfolgreichere Methode.

3
Auf Pump kaufen

Dein Depot ging im letzten Jahr ab wie eine Rakete? Komm bitte nicht auf die Idee, angesichts der niedrigen Zinsen einen Kredit aufzunehmen und damit Wertpapiere zu kaufen. Mit dieser bescheuerten Idee sind schon unzählige Anleger auf die Schnauze gefallen. Einen Kredit aufzunehmen, abgesehen vom Immobilienkauf, sollte generell für dich keine Option sein. Du kannst damit einen finanziellen Totalschaden erleiden, wenn es schief geht.

4
Deine Finanzen mit anderen vergleichen

Einige Menschen sind reicher als du. Das wird immer so sein. Das sollte dich aber nicht weiter interessieren. Denn ihr seht lediglich das, was andere euch sehen lassen wollen. Der Soziologe Thorstein Veblen berichtete bereits 1899 das Prinzip des Geltungskonsums. Demnach erwerben Menschen Luxusgegenstände in erster Linie deshalb, um anderen einen bestimmten sozialen Status vorzugaukeln. Das machen aber nicht nur reiche Menschen, sondern alle Bevölkerungsschichten. Ein Grund dafür ist zum Beispiel der enorme Erfolg von Markenware. Dieses Verhalten führt dazu, dass wir das Gefühl haben, dass sich andere Menschen viel mehr leisten können als wir selbst. Doch das stimmt in der Regel nicht. Konzentriere dich allein auf dich und versuche herauszufinden, was du willst und was dir guttut.

5
Zu viel Geld in sinnlosen Konsum stecken

Jeder Euro, den du nicht sparst, ist ein Euro, den du ausgibst. Zu oft geben wir aber Geld für Dinge aus, die wir überhaupt nicht brauchen. Wahrscheinlich kennst du auch das Gefühl nach einem Lustkauf, dass nach wenigen Tagen die Euphorie schnell schwindet. Dein Geld ist aber weg. Geld, für das du hart gearbeitet hast und nun nicht mehr für sinnvolle Investitionen zur Verfügung steht. Sich selbst ab und an zu belohnen, beispielsweise ein paar schicke Klamotten kaufen oder schön ausgehen? Völlig in Ordnung. Denk aber genau darüber nach, was du wirklich benötigst. Frag dich, ob der Kauf tatsächlich dein Leben verbessert. Andersherum: Jeder Euro, den du sparst, verbessert deine finanzielle Situation nachhaltig.

ein Artikel von
Nils Matthiesen
Nils Matthiesen
Nils ist Journalist, Texter und einer der ersten Digital Natives. Er beschäftigt sich schon seit über 20 Jahren mit den Themen Vorsorge, Geldanlage und Börse. Persönlich setzt er inzwischen mehr auf Fonds-Sparpläne als aktives Aktien-Picking.

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