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VIEL ZASTER

So viel kostet Deutschland der Kampf gegen Corona

von Isabella Müller-Reinhardt

Die Bundesrepublik investiert hohe Summen, um das Land gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu schützen. ZASTER-Kolumnistin Isabella Müller-Reinhardt hat für uns genau nachgerechnet, wie viel Gelder im Kampf gegen Corona investiert werden – und wofür sie verwendet werden.

Über 1,4 Billionen Euro soll die Bewältigung der Corona-Krise insgesamt kosten.

Soforthilfen, Mehrwertsteuer, Rettungsschirme, Kinderboni, Kredite, Konjunkturpaket und, und, und.

Irre: Bei dieser Summe ist nicht etwa die ganze EU gemeint, sondern in dieser Rechnung geht es ausschließlich um Deutschland. Bei einer Billion reden wir übrigens von einer 1 mit 12 Nullen. Oder anders ausgedrückt von 1000 Milliarden. Uff.

Drücken wir also alle mal ganz fest die Daumen, dass bald auch in Deutschland ein Impfstoff auf den Markt kommt. Wobei der natürlich auch nicht geschenkt ist.


Der Impfstoff und seine Kosten

Was die Bundesregierung zahlt um an den Stoff zu kommen, weiß kein Mensch. Also wir - die Öffentlichkeit - weiß es nicht. Aber was so eine Spritze kostet, ist jetzt durchgesickert.

Laut EU-Kreisen soll eine Dosis des Impfstoff von Biontech und Pfizer, bei 15,50 Euro liegen. Da aber zwei „Portionen“ nötig sind, macht das summa summarum 31 Euro pro Person. Das einzig Gute daran, auch diese Kosten übernimmt die Bundesregierung. Wobei.....am Ende zahlen ja dann doch wir alle die Rechnung. Irgendwie. Egal. Zurück zum Thema.


Eine einmalige Impfung für alle = 2,5 Milliarden Euro Kosten!

83,1 Millionen Einwohner in Deutschland impfen würde also etwa 2,5 Milliarden Euro kosten. Aber Halt! Da wären ja noch die Querdenker und Impfgegner. 29 Prozent der Deutschen haben laut aktueller Umfrage nicht vor, sich impfen zu lassen. Das wiederum würde auch die Kosten auf 1,8 Milliarden Euro senken. Hinzu kommen natürlich noch horrende Ausgaben für die ca 400 geplanten Impfzentren, Personal, Bürokratie, Logistik und nicht zuletzt für Spritzen und Kanülen. Dennoch bleibt Impfen die auch kostengünstigste Alternative.

Manche Krankenhausaufhalte kosten fast so viel wie ein Tesla

Die stationäre Behandlung eines COVID-19-Erkrankten liegt im Schnitt bei 10.700 Euro. Muss der Patient sogar noch beatmet werden, macht das sogar durchschnittlich 38.500 Euro für einen Krankenhausaufenthalt. Dagegen sind die 31 Euro Impfkosten ja wirklich Pipifax!

Und noch eine gute Nachricht: Laut WHO reicht eine Immunisierung von 60-70 Prozent der Bevölkerung um die Verbreitung von Corona aufzuhalten.

Somit machen wir hoffentlich bald das Virus platt und bis dahin können die Querdenker auch ruhig weiter quer denken solange zwei Drittel der Bevölkerung schlau sind.

ein Artikel von
Isabella Müller-Reinhardt
Isabella Müller-Reinhardt
Die in Madrid aufgewachsene Münchnerin arbeitet seit mittlerweile mehr als zwanzig Jahren als Sportmoderatorin für verschiedene deutsche und englische Fernsehsender. Zu den Stationen Müller-Reinhardts zählen unter anderem ARD, ITV, Sport1, Sky und Arena. Zudem plaudert sie in einem Podcast über „Weiberkram“, schreibt diverse Sportkolumnen und hat mit "Mensch Trainer" im Sommer 2020 ihr erstes Buch veröffentlicht.

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