Du isst Haferflocken vom Discounter zum Frühstück, während Dein/e Partner*in lieber mit Freunden zum Brunch geht? Sprich: Du drehst jeden Cent zweimal um, während deine bessere Hälfte es mit vollen Händen ausgibt? ZASTER verrät Dir, was Du in diesem Fall tun kannst.

Keine Vorwürfe machen!

Du darfst Deine/n Partner*in nicht vor den Kopf stoßen, deshalb ist es am besten, das Thema ruhig und in kleinen Schritten anzugehen. Fang nicht damit an, Vorwürfe zu machen. Ob berechtigt oder nicht, das wird nur einen Keil zwischen Euch treiben. Geh die Geschichte besser liebevoll an. Versuch etwa ein Gespräch mit dem Inhalt zu starten, dass Ihr Eure Ausgaben besser im Blick behalten solltet. Eine andere Möglichkeit wäre, Themen wie Altersvorsorge und Ruhestand anzusprechen, und dass ihr schließlich dafür Geld zurücklegen müsstet. Mach dabei deutlich, dass Ihr bei Euren finanziellen Zielen ein Team seid.

Stellt einen Haushaltsplan auf

Falls noch nicht geschehen, solltet Ihr einen Haushaltsplan aufstellen. Also ein Büchlein, in dem Ihr akribisch jede einzelne Transaktion aufschreibt. Ob 90-Cent-Kaffee oder Starbucks-Cappucino. Die monatlichen Kosten fürs Internet, die Miete und auch das Spotify-Abo. Abgeglichen wird das Ganze mit den monatlichen Einnahmen. Alternativ tut es auch eine App (z.B. Ausgaben Manager – Tracker, die sowohl für Android als auch für iOS erhältlich ist). Auf beiden Wegen erhaltet ihr ein klares Bild von Eurer finanziellen Gesamtsituation und seht genau, wohin Euer Geld wandert. Auf Basis dessen ist es viel einfacher, über Ausgaben zu sprechen. Vielleicht fällt Deiner/Deinem Partner*in dann ganz von alleine auf, dass es so nicht weiter gehen kann.

Checkt Eure Ausgaben

Wenn es Dir gelungen ist, Deine/n Partner*in zu sensibilisieren, ist das schon einmal die halbe Miete. Jetzt geht es darum, die Erkenntnis in aktives Handeln umzuwandeln. Eine Möglichkeit besteht darin, vorzuschlagen, pro Monat nur ein bestimmtes Budget auszugeben. Das könnte etwa so aussehen, dass ihr am Anfang des Monats einen bestimmten Bargeldbetrag abhebt, der dann das monatliche Budget darstellt. Sobald ihr das Geld ausgegeben habt, seid ihr für diesen Monat pleite. Warum Bargeld? Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Zahlen mit Bargeld den „Schmerz des Bezahlens" erhöht. Das gilt insbesondere für große Scheine. Damit steigt die Hemmschwelle fürs Geldausgeben.

Kontrolliert Eure Ziele

Gut möglich, dass Dein/e Partner*in erst einmal Schwierigkeiten mit der Umsetzung hat. Gib ihm/ihr Zeit und sei nicht zu hart. Plant am besten regelmäßig – etwa einmal pro Monat – eine Art Finanzsitzung. In der kontrolliert und besprecht Ihr Eure Fortschritte. Vielleicht wirst Du feststellen, dass es immer wieder Rückschläge gibt, aber idealerweise registrierst Du einen deutlichen Trend der Verbesserung.