Da fiebert man monatelang auf seinen Lieblingssänger hin, kauft ein teures Konzertticket und wird vor der Arena abgewiesen. So ist es diese Woche fast Tausend Fans des Sängers Ed Sheeran vor dem Berliner Olympiastadion ergangen.

Der Grund: Die personalisierten Tickets stimmten nicht mit den Namen der Konzertbesucher überein.

Seit einiger Zeit befinden sich Sheeran und sein Management im Kampf gegen illegale Weiterverkäufe von Konzerttickets. Auf Plattformen wie „Viagogo“ können Privatleute Konzert- und Fußballtickets, falls sie verhindert sind, an andere Fans weiterverkaufen. Doch was als gute Idee gestartet ist, hat sich schnell verselbstständigt: Tickets für ausverkaufte Konzerte werden häufig für ein Vielfaches angeboten.

Als im Mai, zu Beginn von Sheerans Europatournee, 10.000 Tickets im Internet zum dreifachen Preis angeboten wurden, machte das Management des Künstlers kurzen Prozess und stornierte diese Tickets.

In Berlin zeigten sich der Veranstalter und das Management wenig einsichtig: Um den „Shape-Of-You“-Sänger sehen und lauschen zu können, blieb den fast 1000 Abgewiesenen nichts anderes übrig als an der Abendkasse neue Karten für rund 100 Euro zu kaufen.

Zwar können Fans bis zu 14 Tage im Voraus bei den Veranstaltern die Namen gegen eine Gebühr von 5 Euro pro Ticket ändern. Trotzdem trifft die Maßnahme besonders die, die ihre Tickets geschenkt bekommen oder Freunden abgekauft haben.

Das Konzert in Berlin war erst der Anfang. Weitere Konzerte in Gelsenkirchen, Hamburg und München folgen diesen Sommer – mit hoffentlich weniger enttäuschten Fans.